Vielseitigkeitsreiten

Es werden Veranstaltungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgeschrieben. Bei internationalen Prüfungen wird zwischen sogenannten Kurzprüfungen (Concours International Combiné, CIC) und Langprüfungen (Concours Complet International, CCI) unterschieden. Über eine Einteilung von einem bis vier Sternen wird die Schwierigkeit der gestellten Aufgaben bewertet. Weltweit gibt es sechs CCI 4*-Prüfungen, diese sind alle Teil der HSBC FEI Classics.

Der Unterschied zwischen Kurz- und Langprüfungen liegt zum einen in der Gestaltung des Geländeritts und zum anderen in der Gesamtdauer der Prüfung. Während bei einer Kurzprüfung der Geländeteil lediglich aus einer Wegestrecke und einem anschließenden Querfeldeinritt über feste Hindernisse besteht, muss bei der langen Variante zuvor noch eine weitere Wegestrecke und eine Rennbahn mit Rennbahnhindernissen absolviert werden. Langprüfungen finden an drei aufeinanderfolgenden Tagen statt, und zwar in der Reihenfolge Dressur am ersten, Gelände am zweiten, Verfassungsprüfung und abschließendes Springen am dritten Tag. Bei kurzen Prüfungen kann die Dauer auf zwei oder sogar einen Tag verkürzt sein und auch das Springen vor dem Geländeritt ausgetragen werden. Nach langen Diskussionen wurde inzwischen die Langprüfung abgeschafft, es gibt nur noch Kurzprüfungen. Die Olympischen Spiele 2004 in Athen setzen mit ihrem Kurzformat ein Zeichen für die zukünftige Richtung des Sports, um auf die Belastbarkeit der Pferde und Reiter mehr Acht zu nehmen, welches auch in Richtung mehr Sicherheit geht.