Anspannungen

Bildinfo: Sechsspänner
  • Einspänner (1 Scherenpferd) mehr ...
  • Zweispänner (2 Stangenpferde laufen nebeneinander, rechts das sog. Handpferd, links das. sog. Sattelpferd) mehr 1 .../mehr 2 ...
  • Tandem (2 Pferde voreinander, das vordere Pferd ist das sog. Vorderpferd, auch Vorauspferd genannt.)
  • Random (3 Pferde voreinander)
  • Troika (russisch, 3 Pferde nebeneinander)
  • Dreispänner (3 Pferde nebeneinander)
  • Einhorn (2 Stangenpferde, 1 Vorderpferd)
  • Verkehrtes Einhorn (1 Scherenpferd, 2 Vorderpferde)
  • Quadriga (4 Pferde nebeneinander) mehr ...
  • Vierspänner (2 Stangenpferde, 2 Vorderpferde) mehr ...
  • Fünfspänner-Jucker-Anspannung (2 Stangenpferde, 3 Vorderpferde)
  • Sechsspänner (2 Stangenpferde, 2 Mittelpferde an der Mitteldeichsel, 2 Vorderpferde) mehr ...
  • Wildgang (2 Stangenpferde, 4 Vorderpferde)

Impressionen:

Bildinfo: Streitwagen
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Bildinfo: Zweispänner
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Bildinfo: Pferdeschlitten
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Bildinfo: Vierspänner
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Bildinfo: Sechsspänner
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Bildinfo: Quadriga
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Stadtanspannung:

Ist geprägt von der englischen Kumtanspannung. Möglichst mit schwer gebauten, großkalibrigen, kräftigen sogenannten Karossierpferden vor großen lackierten Wagen. Wurden früher mit bestimmten Farben gefahren, entsprechend den Pferdefarben: Schimmel weinrote Lackierung, Füchse grün und Braune/Rappen mit dunkelblauen Wagen. Dunkle Wagen passen aber zu allen Pferdefarben. Zu Stadtwagen gehören eckige Lampen.

Gefahren wird mit dem englischen Kumtgeschirr an der festen Bracke oder an Docken. Das äußere Pferd zieht den Wagen in die Wendung. Ursprünglich wurde mit der Kreuzleine gefahren, woraus sich das deutsche Fahrsystem mit der Achenbachleine entwickelt hat. Das Geschirr ist schwarzes Leder oder Lackleder und verchromte oder silber- oder goldfarbene Beschläge und reich plattiert. Mit weiteren Verzierungen, wie Rosetten an den Kopfgestellen. Dazu benutzt man Liverpool-, Ellenbogen-, Buxton- und Tilburykandaren und die Bogenpeitsche. Der Herr hatte Aufhalteketten, der Kutscher fuhr mit Lederaufhalter.

Wagen werden unterschieden in Selbstfahrer, vom Herrn gefahren, oder vom Kutscher gefahren.

Landanspannung:

Mit Brustblattgeschirr gefahren, geprägt von der ungarischen Anspannung. Leichte Pferde zu leichten Wagen. In Ungarn leichte schnelle Pferde, genannt „Jucker“, daher der Begriff Juckerzug. Auch in beliebiger Farbzusammenstellung der Pferde. Wagen sind nicht farbig lackiert, sondern in Naturholzausführung, oft mit Klarlack lackiert. Also im ganzen eine schlichte Verarbeitung. Bei Kumetanspannung schwarz lackierte oder mit Leder überzogene Beschläge. Zur original Ungarischen Anspannung gehört ursprünglich die ungarische Fahrleine mit Schnallen an den Griffenden, den sogenannten „Wiener Fröschen“. Die Brustblätter wurden auch Sielen genannt, deshalb auch Sielengeschirr. Im Originalstil sind diese Geschirre durch geflochtene Lederriemen, den „Schalanken“, und bunten Bändern verziert und mit Glöckchen behangen. Zur normalen Brustblattanspannung in Deutschland für Kutschwagen und beim Militär gehört die Achenbachleine und der Deutsche Fahrstil. Dazu eine Stockpeitsche. Als Gebisse kommen Postkandare oder Doppelringtrense zum Einsatz. Brustblattgeschirre werden nur mit Lederaufhalter gefahren. Zur Landanspannung benutzt man runde/ovale Lampen.

Arbeitsanspannung:

Arbeitspferde werden mit Spitzkummet und Spielwaagen angespannt. Die Kleidung des Fahrers oder Pferdeführers richtet sich nach der Arbeit die verrichtet werden soll, ebenso wie der Wagentyp (z. B. Leiterwagen, Bierwagen) oder Arbeitsgerät (z. B. Pflug). Auch bei der Arbeitsanspannung ist eine Kopfbedeckung üblich. Es werden häufig Kaltblüter eingesetzt.