Hüttenberger Reiftanz

Der Hüttenberger Reiftanz ist ein Brauchtumstanz der Bergbauknappen, der alle drei Jahre am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem Dreifaltigkeitssonntag oder Trinitatis, in Hüttenberg in Kärnten stattfindet. Dieser letzte vollständig überlieferte Männerkettentanz in Mitteleuropa wird von den Hüttenberger Knappen aufgeführt und hat wahrscheinlich seinen Ursprung im 15. Jahrhundert, im Jahr 1608 wurde er erstmals urkundlich erwähnt.

Die Hauptfiguren neben den 24 Reiftänzern sind die Reiftanzbraut als Sinnbild des Frühlings und zwei Narrengestalten, „Hans Obermoar“ und der „Schweifträger“. Zum Tanz werden drei verschiedene Melodien von der Bergkapelle Hüttenberg gespielt, die erste Melodie wiederholt sich 108-mal. An den fast zweistündigen Tanz angeschlossen ist das "Pritschen", wo Hans Obermoar den Festgästen jeweils drei Klatschenhiebe als Glücksbringer für die folgenden drei Jahre verpasst.

Kurz zum Biberstollen:

Der Biberstollen (auch: Piberstollen) ist wie der Bergkittel eine Repräsentationsuniform der Bergleute.

Das ausgeschmückte festliche Kleidungsstück durfte früher nur von Bergoffizieren und Ingenieuren im steirischen Bergbau (Leoben oder Erzberg) getragen werden. Mittlerweile lassen sich auch Adelige und Traditions-Liebhaber diese Uniform anfertigen, die sogar – laut Protokoll – zum Wiener Opernball zugelassen ist. Demnach gilt der Biberstollen als ein Frack-Äquivalent (großer Gesellschaftsanzug), der Bergkittel als Smoking-Äquivalent (kleiner Gesellschaftsanzug). Der Biberstollen ist heute auch bei Hochzeiten zu sehen und findet bei allen Leobener Studentenverbindungen als Couleur Verwendung.
(Quelle: Wikipedia)